Elsword
Am 9. Dezember 2010 öffneten sich die Pforten der Spieleschmiede KOG und heraus kam ein Mix aus buntem Japano-MMO und Beat’em’up-Sidescroller. Mit gleichzeitig niedlicher Grafik und actiongeladener Kampfaction will Elsword punkten und sich von der breiten Masse abheben – erfolgreich!
Die Tatsache, dass die Story hinter dem Konzept von Elsword absolut dürftig und minimal gehalten ist wirkt sich auf das Spiel insofern aus, als dass ihr in diese chaotisch bunte Welt hineingeworfen werdet und keine Ahnung habt wieso oder weshalb ihr hier seid. Der Name MMO trifft es also schon – einzig der Aspekt der Attributsverteilung und Equipmentwechsel macht Elsword demnach zu einem Rollenspiel, sicher nicht die Geschichte. Passend dazu sei zu sagen, dass es, wie in den meisten Free-to-play MMOs nur vier verschiedene Klassen gibt. Die Steigerung hierbei ist nur noch, dass nicht einmal Geschlecht, Frisur, Haar- oder Hautfarbe geändert werden kann. Demzufolge sieht jeder Spieler exakt gleich aus, einzig die Namensgebung sowie das Sammeln von Rüstungsgegenständen gestatten euch einen minimalen Handlungsfreiraum bei der Gestaltung eures Alter-Egos.
Die Sache, mit dem sich das Spiel hauptsächlich beschäftigt, ist das Kämpfen. Ob die Zauberkundige Aisha, die Bogenschützin Rena, der geheimnisvolle Raven oder der dem Spiel seinen Namen gebende Elsword – alle vier sind im Kampf leicht zu händeln, lediglich die Tasten Y und X und zusätzliche wenige Spezialattacken sind nötig um in Elsword zu gewinnen und damit zu überleben. Auch der Schwierigkeitsgrad ist (zumindest anfangs) wirklich niedrig gehalten und macht das Spiel damit äußerst einsteigerfreundlich. Sterben ist schier unmöglich wenn man sich erst einmal etwas an den schwachen Feinden geübt hat. Das Leveln in Elsword gestaltet sich als eintönig: nur in Dungeons erhaltet ihr die Möglichkeit Erfahrung zu sammeln. Entweder ihr eröffnet eine Gruppe und wartet darauf, dass sie sich mit anderen Spielern füllt, oder ihr versucht euch einer anderen Gruppe anzuschließen. Die ersten paar Dungeons sind jedoch ohne weiteres auch allein machbar.
Zur Grafik und zum Ton von Elsword ist zu sagen, dass es sie für Fans von aufwendigeren Spielen nichts ist. Zwar ist die Grafik durchweg im bunten Anime-kuschel-look gehalten, jedoch erscheint eben dies vielen Spielern zumindest nach einiger Zeit als nervig und ist dem verwöhnten 3D-Spiele Gamerauge einfach zu wenig. Die Musik ist absolut eintönig und wird sehr schnell sehr langweilig. Dass einige Dialoge vertont sind ist jedoch ein Pluspunkt und muss einem Free-to-play hoch angerechnet werden. Insgesamt und abschließend ist Elsword ein MMO der etwas anderen Sorte, eine frische Abwechslung im Dschungel der Free-to-play MMOs sozusagen. Die 2D-Sidescroller-Idee ist nett umgesetzt und macht durchaus Spaß. Natürlich hat es Mankos, aber welches Spiel hat diese nicht? Es ist wirklich spielenswert und eine gute Unterhaltung für zwischendurch, jedoch nicht ratsam für Spieler die in einer riesigen Welt eintauchen wollen.
